01.10.2018

Mein "neues" Leben mit Abstrichen ...

Die wichtigsten Updates und Entwicklungen

 

Mein ehemaliges sporadisch geführtes Tagebuch www.parkinsonrider.com (die Domain bleibt weiterhin bestehen), welches ich mehr als zwei Jahre in Form eines Blogs führte, habe ich nach längerer Überlegung in etwas geänderter Form  hierher auf meine persönliche Website verlegt.

 

 

Weshalb diese Entscheidung?

 

Ein Tagebuch über eine chronische Krankheit zu führen, passt irgendwie nicht zu meinem Charakter. Zum Zeitpunkt meines Behandlungsbeginns, hatte ich ich zum Glück keine Ahnung von all diesen Ärgernissen, die da unweigerlich auf einen zukommen. Niemals zuvor in meinem Leben wurde ich mit derart viel Schwachsinn, Erklärungsnotständen und Ignoranz einiger Fachkräfte konfrontiert.

 

Meine Entscheidung die Art und Häufigkeit meiner Aufzeichnungen zu ändern entstand aus reinem Selbstschutz. Es wirkt sich nämlich nicht gerade psychisch stärkend aus, wenn man sich beim Verfassen jedes neuen Eintrags immer öfter die berechtigte Frage stellen muss, ob alle Fachkräfte in diesem "Spiel" auch tatsächlich wissen was sie tun. Ebenso lässt das Verhalten einiger "Mitspieler" sehr zu wünschen übrig. Deren Ignoranz und Voreingenommenheit alternativen Behandlungsmethoden gegenüber, und sei's nur als Zusatztherapie, macht mich nur wütend und das ist ebenfalls alles andere als hilfreich wieder in ein geordnetes Leben einsteigen zu können. 

 

Erwachsene Menschen mit der tugendhaften Eigenschaft nur Gutes tun zu wollen und sich dafür auch noch aufrichtig  bemühen, sind gesellschaftlich sehr wertvoll und sie bekommen dafür auch meine persönliche Hochachtung und Anerkennung. Aber leider hab' ich absolut nichts davon, wenn trotz aller Bemühungen nichts Brauchbares dabei rauskommt. Bei dem was rauskommt geht's nämlich ausschließlich immer nur um mein ganz persönliches Wohlergehen und daher hab' ich bei mehrmaligen Fehlversuchen null Verständnis.

 

Auch wenn diese Krankheit die Persönlichkeit eines Menschen verändert, ohne dass dafür verabreichte Medikamente und ihre Nebenwirkungen verantwortlich sind, ist mir meine direkte, undiplomatische Art der Meinungsverkündung geblieben, worüber ich persönlich äußerst froh bin. Im Klartext bedeutet das, beim Verfassen von Updates mit z.B. regelmäßiger wöchentlicher Veröffentlichung, käme ich aus dem Gedankenkarussel "Symptome - Nebenwirkungen & Begleiterscheinungen" gar nicht mehr raus und dann wäre es mir mehr oder weniger unmöglich, keine bösartige Wortwahl  bezüglich Schulmedizin, Krankenkasse und Co. zu treffen. 

 

Das wiederum brächte mich in großen Zwiespalt mit mir sehr wichtig und lieb gewonnenen Menschen und das will ich auf keinen Fall.

 

Daher versuche ich mich nur noch an meine postiven Gedanken zu halten, zu denen auch die Tatsache zählt, dass ich leben darf, zwar mit einigen Abstrichen, aber immerhin, "HURRA, ICH LEBE NOCH" (frei, nach Johannes Mario Simmel).

 

Manch einem meiner Freunde ist das leider nicht mehr vergönnt .....

 

 

  Andy Bigler

aka Parki aka ParkinsonRider

 

 

 

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